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Sexualität – ein tabuisiertes Thema?

Ein, schon seit vielen, vielen Jahren, tabuisiertes Thema ist die Sexualität. Die meisten Menschen empfinden Gespräche darüber als unangenehm und vermeiden sie, besonders in der „Öffentlichkeit“. Sexualität ist etwas Intimes, man fühlt sich eventuell bloßgestellt, im Sinne von „nackt“, ohne Schutz. Wenn es um dieses Thema geht, werden viele von uns aus ihrer „Comfort-Zone“ gerissen.

Das Thema Sexualität in Bezug auf kleine Kinder im Kindergarten oder alte Menschen im Altersheim ist, so nehme ich an, für die Mehrheit der Menschen ein richtiges No-go. Und warum ist das so? Weil wir, wenn wir das Wort „Sexualität“ hören, sofort an Sex, Geschlechtsverkehr denken. Und genau das verursacht in Bezug auf sehr junge oder sehr alte Menschen Unbehagen. Hier ist aber nun ganz wichtig zu erwähnen, dass Sexualität absolut nicht nur auf den Geschlechtsverkehr bezogen ist. Ganz im Gegenteil! Da gehört viel mehr dazu. Eine Definition von Sexualität ist dem Sexualpädagogen Uwe Sielert, meiner Meinung nach, besonders gut gelungen. Er bezeichnet Sexualität als Lebensenergie, die jedes menschliche Lebewesen hat. Das Medium der Sexualität ist der Körper, jedoch ist sie in den verschiedensten Bereichen, auf diverse Weisen zu finden. Mit dieser Definition sagt Sielert also aus, dass diese Lebensenergie, also nicht nur Geschlechtsverkehr bedeutet, sondern auch jeden in jedem Lebensalter betrifft.

Somit ist Sexualität für uns sehr wichtig vor allem für unsere Entwicklung. Gerade in jungen Jahren ist man voller Energie, die man auch gut nützen kann. Sexualität ist außerdem mit Nachfühlen und Erkunden verbunden und ist sehr individuell. Sogar das kindliche Selbst wird durch sie geprägt, in Bezug auf Selbstwirksamkeit und Selbstwertgefühl.

Eingehend auf das Stichwort Selbstwertgefühl, möchte ich zum Abschluss noch auf einen weiteren wichtigen Punkt eingehen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Themen Selbstwertgefühlt, Selbstwertschätzung Selbstachtung immer eine wichtige Rolle spielen. Die Sexualität, dessen Medium der Körper ist, wird zwar einerseits in der Gesellschaft tabuisiert, wird aber auch für kommerzielle Zwecke verwendet, oder gar „missbraucht“. In der Werbung findet man sehr oft halb nackte Frauen, oft auch Männer. Auf viele Frauen wirkt sich damit ein enormer Druck aus. Sie vergleichen sich mit den „perfekten“ Körpern. Zurück zum Stichpunkt Selbstwertgefühl, das hier bei vielen Frauen, so vermute ich, niedergedrückt wird. Auch Artikel mit Themen, wie „Das finden Männer an Frauen sexy“ oder „Was zum perfekten Frauenkörper gehört“ tragen dazu bei. An alle Frauen und Männer, die ich hier keineswegs ausschließen möchte: Nehmt euren Körper so an wie er ist, denn so ist er schön und hört auf euch zu vergleichen. Wenn das bereits der Fall ist, dann weiter so! (:

Für weitere Meinung ist immer Platz, wenn ihr in einigen Punkten zustimmt oder dagegen seid, so könnt ihr gerne einen Kommentar hinterlassen.

 

Quelle:
https://www.isp-dortmund.de/vortrag_Sielert_-_Sexuelle_Bildung.pdf
und eigene Gedanken (einer jungen Frau) (:

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Luzides Träumen

Luzides Träumen

Das luzide Träumen, was nämlich ursprünglich vom Lateinischen lux, lucis kommt und Licht heißt, wird auch klares Träumen genannt. Was ist denn nun ein luzider bzw. Klartraum?

Wenn man einen Klartraum hat, dann ist man sich in einem Traum bewusst, dass man träumt. Ist diese Bewusstheit im Traum präsent, kann man den Traum steuern, wie man möchte. Nicht nur die Umgebung kann verändert werden, ebenso sein eigenes Handeln kann man beeinflussen. Ist man auch emotional davon überzeugt und hat keine Zweifel, dass man im Traum die „Naturgesetze“ brechen kann, dann ist es möglich – anders als im „normalen“, unbewussten Traum – zu fliegen, durch Wände zu gehen und so weiter. Außerdem hat man in einem luziden Traum auch die Klarheit darüber, wer man im Wachzustand ist und, die Entscheidungsfreiheit, wie man den Traum lenkt. Nach einem klaren Traum kann man sich auch gut daran erinnern und ist sich dessen bewusst, dass es ein luzider Traum war.

Es gibt Menschen, die haben hin und wieder „spontan“ Klarträume und es gibt solche, die es trainieren klar zu träumen.

Alpträume zum Beispiel können auch durch luzides Träumen behandelt bzw. gelenkt werden. Menschen, die häufig Alpträume haben, können sich oft sehr gut an diese erinnern und haben deshalb einen besseren Zugang zur Traumwelt. Dies hilft dabei luzides Träumen einfacher zu „erlernen“, zu trainieren.

Aus psychologischer bzw. neurologischer Sicht können Klarträume nachgewiesen werden. Hirnforscher haben in Schlaflaboren nachgewiesen, dass das Gehirn in luziden Träumen die Aktion aktiv mitvollzieht. Somit erkennt man ein anderes Aktivitätsmuster als bei „normalen“ Träumen. Normalerweise finden luzide Träume, wie auch gewöhnliche Träume, in der REM-Schlafphase statt. REM steht für Rapid Eye Movement. Die Augen bewegen sich also tatsächlich in dieser Phase des Schlafes und zwar so, wie die träumende Person auch ihre Augen im Traum bewegt. Deshalb ist es möglich Experimente durchzuführen, in denen luzid träumende Menschen durch ihre Augenbewegungen mit der wachen Außenwelt kommunizieren bzw. ein Zeichen geben, dass sie sich in einem Wachtraum befinden.

Das luzide Träumen zeichnet sich dadurch aus, dass es ein Bewusstsein des Bewusstseins ist, somit ein Meta-Bewusstsein. Man könnte sagen ein Bewusstsein höherer Ordnung.

Einen Wachtraum kann man nicht nur dazu nutzen, um den Traum an sich zu lenken. Er bietet auch die Möglichkeit für eine eigene, spirituelle Weiterentwicklung, beispielsweise durch geistige Übungen im Traum.

 

Quellen:

Luzides Träumen lernen

Klarträume und Spiritualität

http://zeit-zum-aufwachen.blogspot.ch/2015/08/spiritueller-wachstum-durch-luzides.html

https://www.youtube.com/watch?v=mADZ-sWfyms(aufgerufen, am 20.04.2017)

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Der Mond

Der Mond, den wir fast jede Nacht am Himmelszelt sehen können, ist der einzige natürliche Satellit unserer Erde.

In der Astronomie spricht man von einem Satelliten, wenn ein natürlich entstandenes astronomisches Objekt in der Umlaufbahn eines anderen Objektes zu finden ist. Der Mond hat einen Durchmesser von etwa 3470 km, während die Erde am Äquator ca. 12 750 km misst. Um Verwechslungen zu vermeiden wird „unser“ Mond als „Erdmond“ bezeichnet, da die Begleiter anderer Planeten auch Monde genannt werden. In diesem Text bezieht sich aber das Wort Mond ausschließlich auf den Erdmond.

Der Mond ist von einem Punkt auf der Erde aus immer von derselben Seite zu sehen. Der Grund dafür ist, dass der Mond, wenn er die Erde genau einmal umrundet, auch sich selbst genau einmal um die eigene Achse dreht.

Die Entfernung zwischen Erde und Mond wächst jedes Jahr. Kurz nach der Entstehung des Mondes, über die es mehrere Theorien gibt, war der Mond der Erde noch ca. 20 mal näher als heute. Die Gravitationskraft des Mondes ist der Grund für die Gezeiten auf der Erde. Vor einigen Millionen Jahren war der Mond der Erde so nahe, dass seine Kräfte viel stärker gewirkt haben und somit auch die Gezeiten viel kraftvoller und häufiger waren. Zu diesem Zeitpunkt dauerte der Tag auch nur sechs Stunden, da sich wegen dem Zusammenspiel der Kräfte des Mondes und der Erde, die Erde viel schneller um die eigene Achse drehte.

Die Entfernung zwischen Erde und Mond wächst, wie bereits erwähnt, kontinuierlich. Da durch die Gezeiten Energien frei werden, die der Drehbewegung der Erde entnommen werden, kommt es zu einer Verlangsamung der Drehung der Erde um die eigene Achse und somit zu einer Verlängerung der Tageslänge um wenige Mikrosekunden pro Jahr. Heißt das, dass in sehr ferner Zukunft die Tage immer länger dauern werden?

Zum Schluss noch ein Mond-Fakt: Es gibt auch Mondregenbögen. Diese entstehen nach demselben Prinzip wie „normale“ Regenbögen, nur halt durch das Zusammentreffen von Mondlicht und Regentropfen. Da aber das Licht des Mondes nicht so stark ist, wie das der Sonne, sind Mondregenbögen nur sehr schwer zu beobachten, am ehesten zur Vollmondzeit. Außerdem können wir mit dem menschlichen Auge keine Farben in der Nacht wahrnehmen, weshalb ein Mondregenbogen für uns weiß erscheint. Auf Fotos sieht man aber, dass auch der Mondregenbogen aus verschiedenen Farben besteht.

 

 

Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mond
https://www.youtube.com/watch?v=CVwRmvNCsFs(aufgerufen, am 20.04)
https://de.wikipedia.org/wiki/Satellit_(Astronomie)
https://de.wikipedia.org/wiki/Mondregenbogen

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Dan Millman – Der Pfad des friedvollen Kriegers

Vielleicht habt ihr schon von Dan Millman gehört? Oder sogar ein Buch oder mehrere von ihm gelesen? Dan Millman ist Autor und Sportlehrer und außerdem Weltmeister am Trampolin. Sein, zum Teil autobiografisches, Buch Der Pfad des friedvollen Kriegers zählt zu den bekanntesten seiner Werke.

Im Pfad des friedvollen Kriegers erzählt Dan Millman von seiner College-Zeit und von seiner Begegnung mit einem Mann, der an einer Tankstelle arbeitet. Dieser Tankwart, den Dan „Socrates“ nennt, nimmt eine wesentliche Rolle in seinem Leben ein. Socrates wird eine Art spiritueller Lehrer für Dan und hilft dem jungen Studenten einen bewussteren Weg zu gehen. Der Titel bezeichnet also den Weg, den Dan geht, um ein sogenannter friedvoller Krieger zu werden.

Das Buch ist somit nicht nur ein guter Einstieg in die Welt der Spiritualität, sondern ist auch unterhaltsam und spannend.

Nicht nur mir, sondern auch vielen anderen Menschen, die ich kenne, hat dieses Buch sehr gut gefallen. Aus diesem Grund ist es Thema des heutigen Blogs, denn ich kann es nur empfehlen. Vielleicht gibt es ja jemanden, der eine andere Meinung dazu hat? Jemand, dem es nicht sehr angesprochen hat? Für einen kritischen Kommentar ist auch immer Platz (:

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Reiki

Worum handelt es sich bei Reiki?

Reiki ist  die Arbeit mit Energie. Das Wort selbst setzt sich aus den japanischen Wörtern „rei“ (Geist, Seele, Gott) und „ki“ (Lebensenergie) zusammen und wird heute als „universelle Energie“ bezeichnet. Ausgesprochen wird es als „Reeki“/ [re:ki]. Unter Reiki versteht man nun nicht nur die Energie, sondern auch eine Heilmethode, die Reiki-Behandlung.

Die Reiki-Behandlung erfolgt durch das Auflegen der Hände und somit durch das Übertragen von Energie. Auch über weitere Entfernungen kann Reiki ausgeführt werden. Diese Energie soll nun Einfluss auf die zu behandelnde Person haben – ganz gleich ob es sich um Selbstbehandlung oder die Behandlung von anderen Menschen handelt. Die Reiki-Energie hilft auf mehreren Ebenen den Selbstheilungsprozess zu unterstützen. Egal ob es um die körperliche, die seelische oder die geistige Gesundheit geht, die Energie fließt dorthin, wo sie am stärksten gebraucht wird.

Des Weiteren gibt es verschiedene Reiki-Systeme/Reiki-Arten. Außerdem ist die Reiki-Arbeit an keine Religion, Kultur oder Weltanschauung gebunden und somit für jeden, egal ob Behandlung oder Ausübung, offen.

Die Geschichte von Reiki und der Begründer Usui Mikao

Usui Mikao wurde in den 1860er Jahren in Japan geboren und ist der Begründer der Reiki-Lehre.

Nachdem sich Usui Mikao drei Jahre lang in einem Zen-Tempel aufgehalten hatte, stieg er für 21 Tage auf einen Berg, um dort in Stille zu fasten und zu meditieren. Er hatte daraufhin ein Erleuchtungserlebnis. Als Usui Miako sich auf den Rückweg machte, stieß er sich den Zeh, sodass er blutete. Er legte seine Hand auf die verletzte Stelle und bemerkte, dass sowohl die Schmerzen, als auch die Blutung aufhörten. Usui Mikao legte auch bei anderen Menschen, die Schmerzen hatten, die Hand auf und heilte sie mit seiner Energie. Somit entdeckte er diese Heilkraft.

Usui Mikao begab sich auf Reisen und verbreitete Reiki. Er heilte viele Menschen und führte auch unzählige Reiki-Einweihungen durch, sodass es auch für andere Menschen möglich war mit Reiki zu behandeln – Kranke oder auch sich selbst. Man sagt, er habe über 1000 Menschen eingeweiht, davon 20 zu richtigen Lehrern ausgebildet.

Betrachtet man die Reiki-Methode von einem wissenschaftlichen Punkt aus, so teilen sich die Meinungen. Es gibt einige Studien, die trotz unterschiedlicher Ergebnisse keine (positive) Wirkung auf die Gesundheit nachweisen konnten. Andere Quellen behaupten wiederum, dass man mit feinen Messgeräten sehr wohl Reiki-Energien nachweisen kann. Begründet wird dies durch das feinstoffliche Energiefeld des Menschen, die Aura, und eine spezifische Frequenz, die jede Materie ausstrahlt.

Ich finde, dass sich jeder seine eigene Meinung dazu bilden sollte. Wer es nicht kennt und offen dafür ist, kann eine Reiki-„Behandlung“ ausprobieren. Andere haben vielleicht bereits viel Erfahrung damit. Ihr könnt gerne einen Kommentar hinterlassen und davon berichten.

Habt einen schönen Tag!

Quellen:

http://www.usui-reiki.de/#Reiki-Begriff

https://de.wikipedia.org/wiki/Reiki

http://www.reiki-medi.de/mikao_usui.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Usui_Mikao

http://www.esoterikforum.at/threads/was-ist-reki-genau.15122/

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die Sonne und ihr Ende

die Sonne und ihre vorraussichtliche Zukunft

Wenn du keine Lust auf die wissenschaftlichen Gründe hast, scroll runter zur Überschrift: Wozu kompliziert, wenn´s einfach geht?

 

In diesem Beitrag werde ich einerseits ein paar Fakten über die Sonne auflisten, aber vor allem werde ich mich mit ihrem Ende bschäftigen. Nicht, weil ich mich nach dem Untergang sehne, sonder einfach, weil es interessant ist. Insofern man davon ausgeht, dass die wissenschaftlichen Prophezeiungen sich so erignen werden.

So, nun zur Sonne. Die Sonne ist das Zentrum unseres Sonnensystems (beide ~4,6 Mrd. Jahre alt). Das Sonnensystem ist also heliozentrisch und nicht wie früher geglaubt geozentrisch (Erde im Mittelpunkt). Dies wissen wir seit der Kopernikanischen Wende im 16. Jahrhundert. Durch die Gravitation behält das System ihre Form.

99,86% der gesamten Masse des Sonnensystems nimmt die Sonne ein. Ihr Durchmesser ist mit 1,4 Millionen Kilometern 109 mal so groß wie der der Erde. Ihre Oberfläche ist um die 6000 °C heiß, im Kern herrscht neben dem Druck von 200 Mrd. bar eine Temperatur von 15,6 Millionen Grad Celsius.

Dieser Druck ist der Auslöser der sogenannten Kernfusion, in welcher der Wasserstoff (90% der Sonne) zu Helium verbrennt. Das verbrannte Helium sammelt sich am Mittelpunkt, dadurch steigen Durchmesser und Druck und die Sonne wird immer heller und heller. Mit der wachsenden Helligkeit steigt auch die Wärme; seit ihrer Entstehung vor etwa 4,6 Milliarden Jahren ist sie bereits um die 40% heller geworden.

Ein kleiner gewagter Seitensprung in die heutige Industrie: Die Energieabstrahlung der Sonne in nur einer einzigen Sekunde entspricht dem 20.000-fachen Primärenergieverbrauchs seit Beginn der Industrialisierung! Sie setzt pro Sekunde mehr Energie frei wie 437 Kernkraftwerke (Stand der Kernkraftwerke 2011) in 750.000 Jahren! Im Vergleich: unsere Erde hat pro m² einen Energieabstoß von ca. 1,36 Kilowatt (Leistung eines elektrischen Heizstrahlers).

 

So, nun zur vermuteten Zukunft unserer Sonne.

Durch die Kenntnis kernphysikalischer Prozesse aus Laborexperimenten lies sich der Ablauf am Computer modellieren. Die Kenndaten der einzelnen Phasen in der Tabelle gab der deutsche Chemiker (physikalische Chemie) Horst Sackmann an (1993). Der Index Null symbolisisert die heutigen Zustandsgrößen, also im Alter von 4,6 Milliarden Jahren.

 

Phase Dauer in
Millionen
Jahren
Leuchtkraft
(in L)
Radius
(in R)
Hauptreihenstern 11.000 0,7…2,2 0,9 … 1,6
Übergangsphase 700 2,3 1,6 … 2,3
Roter Riese 600 2,3 … 2300 2,3 … 166
Beginn des He-Brennens 110 44 etwa 10
He-Schalenbrennen 20 44 … 2000 10 … 130
Instabile Phase 0,4 500 … 5000 50 … 200
Übergang zu Weißem Zwerg
mit planetarischem Nebel
0,1 3500 … 0,1 100 … 0,08

(Tabelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sonne#Entwicklung_der_Sonne)

 

Kurz beschrieben: Sternentstehung → Gelber Zwerg (momentan) → Roter Riese → instabile Phase → Weißer Zwerg (umgeben von planetarischem Nebel)

 

Aber was heißt das jetzt genau?

 

Gehen wir etwas genauer auf die einzelnen Punkte ein:

In ungefähr ein Milliarden Jahren (5,6 Mrd. Jahre-Marke) übertritt die mittlere Temperatur auf der Erdoberfläche die 30°C Marke, welche einen kritischen Wert für höhere Lebewesen darstellt. Die Sonne wird 10 Prozent heller als heute und die Erdkontinente von Wüsten bedeckt sein. Ein bis zwei Milliarden Jahre darauf wird die Sonne um 40% heller sein als heute. Die 100° Gradmarke wird erreicht sein und die Meere beginnen zu verdampfen.

Im Raum der 8 Milliarden-Jahre-Marke, also nach ca. 4 Mrd. Jahren, wird der Erdboden steril und der Wasserstoff der Sonne fast zur Gänze aufgebraucht sein. Das Stoppen der Fusion durch den Wasserstoffmangel lässt den Überdruck im Kern sinken und die Schwerkraft zieht die nächsten Schalen der Sonne Richtung Kern. In den äußeren Hüllen ist noch Wasserstoff vorhanden, der sich nun weiter erhitzt, bis auch dort die Kernfusion zündet. Dabei wird wieder Energie frei, welche wieder die nächst äußeren Schichten erhitzt.

Im Alter von 10 bis 11 Milliarden Jahren (nach ca. 6 Mrd. Jahren) verdichtet sich die ausgebrannte Kernzone aus Helium, die Temperatur steigt an und die Sonne dehnt sich aus. Innerhalb der folgenden 1,3 Milliarden Jahren bläht sie sich auf das 100- bis 150-Fache ihrer heutigen Größe aus. Mit ihrer Expansion geht ein rötliches Leuchten einher – wir nähern uns dem roten Rießen.

 

Im Sonnenstadium des Roten Rießen tut sich so einiges:

  • ereignet sich zwischen 11 und 12 Milliarden Jahren
  • dramatisch beschleunigter Anstieg von Leuchtkraft und Radius (2300 L und 166 R – zum Vergleich von heute: ~1 L und ~1 R) 166 R entsprechen ungefähr dem Radius der Umlaufbahn der Venus
  • Oberflächentemperatur nimmt ab
  • Merkur und Venus werden vernichtet
  • die Sonne nimmt einen großen Teil des von der Erde gesehenen Himmels ein
  • die Erdkruste wird zu einem einzigen Lava-Ozean
  • die Sonne verliert knapp ein Drittel ihrer Masse durch Sonnenwinde
  • 1,3 x 10−7 M strömt pro Jahr als interstellares Gas in den Weltraum
  • die Anziehungskraft auf die Planeten sinkt – ihre Bahnradien nehmen um jeweils 38% zu

 

Heliumbrennphase, Heliumschalen-Brennen und Heliumblitze

Also wir sind ein paar hundert Millionen Jährchen nach dem Roten Riesen, in ungefähr 9 Milliarden Jahren von heute. In der Kernzone der Sonne finden keine Fusionen mehr statt, weshalb keine Energie mehr frei wird, die Gravitation nachgibt und die Dichte kontrahiert. Es ist nun der Zeitpunkt der Kohlenstoff-Helium-Fusion. Zunächst ist kein stabiler Zustand möglich, wodurch sich die Heliumfusion in Form einer gigantischen Explosion freisetzt, diese wird als Helium-Blitz bezeichnet. Bei einem sogenannten Helium-Blitz steigt die Sonnenleistung für mehrere Sekunden auf wortwörtlich, kosmische 1010 L, was ungefähr 10% der Leuchtkraft der gesamten Milchstraße entspricht. Von jenen Blitzen folgen mehrere. Durch das Nachaußenrücken der Wasserstofffusionszone sinkt die Leuchtkraft der Helium-Blitze innerhalb der folgenden 10.000 Jahre um fast einen Faktor 100 ab. Nachdem das Helium im Sonnenzentrum verbraucht ist, beginnen 20 Millionen Jahre des Heliumschalen-Brennens. Im Zentrum sammelt sich dabei Kohlenstoff und kontrahiert gravitativ. Nach den 20 Mio. Jahren hat die Sonne dann einen Masseanteil von knapp 0,1 M verloren. In der maximalen Expansion der Sonne (~ 200 R) würde sie bis an die heutige Erdbahn gelangen; durch die Zunahme unseres Erdbahndurchmessers „entkommen „Wir“ jedoch dem totalen Untergang“.

 

Weißer Zwerg und planetarischer Nebel

Nach ungefähr 10 Mrd. Jahren. Die Sonne verliert die äußere Hülle inklusive der Wasserstoff- und Heliumfusionszone. So um die 100.000 Jahre nach dem letzten Helium-Blitz, wird der innere, hauptsächlich aus hochverdichtetem Kohlenstoff und Sauerstoff bestehende Kern freigelegt. Sein Radius beträgt nur mehr 0,08 R, was ungefähr 56.000 Kilometern entspricht (Erdradius: 6371). Durch die Zunahme der Sonnenwind-Geschwindigkeit werden die früher ausgestoßenen Gase von den späteren eingeholt und komprimieren sich zu einer kugelförmigen Gasschale. Mit ihrer noch rund 3500 L starken Leuchtkraft bringt sie den Gasring zum Leuchten – der planetarische Nebel. Dieses schöne, von außen wahrnehmbare Phänomen löst sich nach einigen 10.000 Jahren anhand des verflüchtigenden Gas auf. Das kleine strahlende, etwa erdgroße Überbleibsel wird als Weißer Riese bezeichnet. Er hat eine Masse von 0,55 M was mehr als die Hälfte der heutigen Sonne ist! Seine Dichte beträgt daher etwa eine Tonne pro cm³! Bis die Sonne als Schwarzer Zwerg, im optischen Spektralbereich ganz erlischt, kann es mehrere dutzend Milliarden Jahre dauern.

 

Wozu kompliziert, wenn´s einfach geht?

  • Sonne entstand vor 4,6 Mrd. Jahren gemeinsam mit unserem Sonnensytsem
  • Heute ist sie so wie sie ist (Gelber Zwerg)
  • Nach ein Milliarden Jahren: Erdoberfläche + 30 °C → kritisch für höhere Lebewesen, Erdkontinente von Wüsten bedeckt
  • Nach ca. 2 Mrd. Jahren: Sonne 40% heller als heute, 100 °C-Marke erreicht, Merre verdampfen
  • Nach ca. 4 Mrd. Jahren: Boden steril, Wasserstoff der Sonne fast aufgebraucht
  • Nach ca. 6 Mrd. Jahren: Sonnentemperatur steigt weiter an, Sonne dehnt sich aus
  • Zwischen der 6 und 7 Mrd. Jahre Marke bläht sie sich auf das 100- bis 150-Fache aus, beginnt rot zu leuchten: Roter Riese
  • Roter Riese (zwischen 7 und 8 Mrd. Jahren): Leuchtkraft & Radius steigen, Oberflächentemperatur nimmt ab, Merkur und Venus R.I.P., Erdkruste wird zu Lava-Ozean, Sonne verliert ein Drittel der Masse, dadurch sinkt ihre Anziehungskraft auf die Planeten, wessen Umlaufbahnradien um 38% wachsen
  • Nach ca. 9 Mrd. Jahren: dannt brennt sie eine Zeit lang mit einigen Helium-Blitzen
  • Nach ca. 10 Mrd. Jahren: sie verliert mehrere Schichten: Radius nur mehr 56.000 km, Gasring entsteht (planetarischer Nebel), dieser löst sich nach ein paar 10.000 Jahren auf, kleines, erdgroßes Überbleibsel wird als Weißer Zwerg beeichnet
  • Ab 10/11 Mrd. Jahren: bis sie ganz erlischt kann es ab der 12 Milliarden Jahre Marke noch mehrere dutzend Milliarden Jahre dauern

 

Mir wurde immer gesagt, dass die Sonne jetzt ungefähr die Hälfte ihrer Zeit erreicht hat. Ich wusste nicht, dass es in einer Milliarden Jahre schon brenzllich für uns werden würde; auf die Sonne natürlich bezogen. Aber gut, ob das wirklich alles so geschehen wird ist fraglich. Interessant ist es auf jedenfall…

Danke für´s Lesen! Bitte um Kritik! Schönen Abend noch! <3

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die Veden und ihre Götter

Die vedische Epoche

Zur Bronzezeit gab es auf der Fläche des heutigen Pakistans und in Teilen Indiens Siedlungen der Indus-Zivilisation. Die Städte, die sich alle in ihrem Grundriss ähnelten, verfügten über ein Straßennetz und ein gut durchdachtes Abwassersystem. Archäologen gehen davon aus, dass die Hochkultur mehr als 700 Jahre andauerte, bis sie ihrem Untergang geweiht war. Über die Ursachen des Niedergangs existieren mehrere Spekulationen. Etwa um 1700 vor unserer Zeitrechnung breitete sich nach dem Zerfall der Indus-Kultur ein von Nord-Westen kommendes Reitervolk auf dem indischen Subkontinent aus. Es waren die Aryas bzw. Indo-Arier, die als Halbnomaden lebten und später in den fruchtbaren Flusstälern Ackerbau betrieben.

Die Veden

Die Sprache der Aryas war Vedisch. Aus dem Vedischen entwickelte sich das Sanskrit, die Ausdrucksform der Anhänger der obersten Kasten, den Brahmanen. Die Veden sind eine Sammlung religiöser Texte. Zunächst mündlich in der Form von Gesängen von Generation zu Generation weitergereicht, gab es ab dem 5. Jahrhundert die ersten schriftliches Aufzeichnungen. Trotzdem galten die Verse lange noch als brahmanisches Geheimwissen.

Die ursprünglichen Texte aus der frühvedischen Zeit setzen sich aus 4 Sammlungen (Samhitas) zusammen:

Rigveda = das Wissen der heiligen Hymnen

Samaveda = das Wissen von den Gesängen

Yajurveda = Opfersprüche und Mantras

Atharvaveda = Zauberformeln und magische Sprüche

Die Bezeichnung „Veda“ umfasst nicht nur religiöses Wissen, sondern das Wissen schlechthin.

Indische Götter der vedischen Ära

Der hinduistische Himmel ist relativ dicht besiedelt. Anders als im Monotheismus, der von einem einzigen, allumfassenden Gott ausgeht, basiert der Hindu-Glaube auf einer Vielzahl an Gottheiten.
Jedoch veränderte sich der Pantheon im Laufe der Jahrhunderte. Zur vedischen Epoche wurden
andere Götter verehrt als heute. Einige wenige von damals haben überdauert, andere verloren an
Bedeutung oder finden keine Erwähnung mehr. Die Schar der vedischen Götter wird auf 33
beziffert, eingeteilt in 3 Gruppen:

Adityas

Die Mutter- und Himmelsgöttin Aditi und ihre Söhne bilden die 12 Adityas. Aditi, die Gebieterin der
Weltenordnung, erfüllt den unendlichen Raum und personifiziert Freiheit und Ungebundenheit.
Nach den vedischen Schriften, existiert kein männlicher Gegenpart.

Göttermutter Aditi

Götterfürst und Beherrscher des Wetters Indra

Gefährte und Freund Mitra

Gott der Gastlichkeit Aryaman

Gott der Liebe und des Wohlstands Bhaga

Meeresgott Varuna

Schöpfergott Daksha

Amsa, der Großzügige und Tolerante

Tvashtri, der göttliche Handwerker

Pushan (Himmelsbote und Wächter der Wege)

Gott der Rituale Vishnu

Savitri (Belebender)

Rudras

Die 11 Rudras setzen sich aus dem Sturmgott Rudra und seinen 10 Söhnen, den Winden, zusammen.

Vasus

Die Vasus verkörpern Elemente und Himmelserscheinungen wie Agni (Feuer), Surya (Sonne) ,
Soma (Mond), Vayo (Wind), Prithivi (Erde), Diyaus (Himmel), Nakshatra (Sterne), Antariksha
(Bereich zwischen Erde und Himmel), das göttliche Zwillingspaar Ashvin (Licht) und Prajapati
(Schöpfer des Universums).
Weil die Charaktere bereits während der vedischen Epoche wechselten oder verschmolzen,
weichen Angaben unter Umständen voneinander ab.

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die Meditation

Meditation

 

In diesem Beitrag werde ich mich, wie es der Titel schon fast verrät, auf die Meditation spezialisieren. Ursprünge, Techniken, Meditation in verschiedenen Religionen,… Zu diesem Thema gibt es sehr viel Information. Ich werde versuchen die einzelnen Kapitel so gut es geht zu zentrieren.

 

Der Begriff kommt vom Lateinischen „meditatio“„meditari“ was „nachdenken“, „überlegen“, „nachsinnen“ bedeutet. Das griechische Wort „medomai“ für „denken, sinnen“  ist hier nicht weit entfernt. Die Meditation ist eine spirituelle Praxis. Prinzipiell ist es nach außen keine schwere Übung: meistens setzt man sich im halben oder ganzen Lotus oder in den Schneidersitz und sitzt erstmal. Dabei wird versucht mit Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen den Geist zu beruhigen und zu sammeln. Die Bewusstseinszustände die man in der Ruhe erlebt, werden je nach Tradition als Leere, Stille, Einssein, im Hier und Jetzt sein oder frei von Gedanken beschrieben. In tiefer Meditation das Gefühl des Einsseins zu erleben wird auch als Überwindung von Subjekt und Objekt beschrieben (Subjekt-Objekt-Spaltung von Karl Jaspers.)

 

Meditation findet man in vielen Kulturen und Religionen wider. Wobei das Fundament, den Geist zu beruhigen, nicht weit abweicht. Eher sind es die Methoden und Ziele die sich unterscheiden.

 

Daoismus:

Höchstes Ziel: die Einheit mit dem Dao – physische oder spirituelle Unsterblichkeit

Buddhismus, Hinuismus und Jainismus:

Hier ist das höchste Ziel die Erleuchtung oder das Erreichen des Nirwana

Christentum, Judentum und Islam:

Das höchste Ziel der meditativen Praxis ist hierbei das unmittelbare Erfahren des Göttlichen

 

Im Hinduismus, Buddhismus und Daoismus hat die Meditation fast die gleiche Bedeutung wie im Christentum das Gebet. Auch im mittelalterlichen Christentum wurde meditiert; bis die Mystik in den Verruf der Häresie geriet.

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Vielleicht auch schon früher, aber besonders heute werden Meditationstechniken als Hilfsmittel verwendet. Mit der Absicht einen vom Alltagsbewusstsein unterschiedlichen Bewusstseinszustand zu üben, in dem das Hier und Jetzt, das gegenwärtige Erleben oberste Priorität hat; frei vom Alltagsdenken, frei von Bewertungen und Bennenungen, frei von der persönlichen Wichtigkeit von Erinnerungen, Zweifel, Plänen und Ängsten (Vergangenheit und Zukunft). Das Resultat lang Praktizierender ist meist ein äußerst klares Gewahrsein und tiefste Gelassenheit zugleich.

Da die Verbindung zum Taiji (Yin Yang) nicht weit ist, gibt es grob gesehen auch hier zwei Gruppen:

  • körperlich aktive Meditation: körperliche Bewegung, achtsames Handeln oder lautes Rezitieren gehören zur Meditationspraxis
  • körperlich passive Meditation: das stille Sitzen

Der Fortschritt geistigen Wachstums ist sowohl bei der aktiven als auch bei der passiven ähnlich. Bei beiden können die aktive Aufmerksamkeit und die passive Gelassenheit wachsen.

 

die verschiedenen Techniken:

 

Passive Meditationen:

  • Stille- oder Ruhemeditation:

Der Adept (Schüler) lässt die Gedanken ruhen und steigt somit in die Wolke des Nichtwissens. Das Ziel ist es den meditativen Bewusstseinszustand mit dem Alltagsbewusstsein zu vereinen, sie gleichzeitig zu erfahren. Keine Trennung zwischen vita activa und vita contemplativa.

 

  • Achtsamkeits- oder Einsichtsmeditation:

Der Praktizierende sitzt in einer aufrechten Haltung; harmonisches Verhältnis von Spannung und Entspannung. Grundlage der Übung ist die vollkommene Achtsamkeit für die geistigen, emotionalen und körperlichen Regungen im gegenwärtigen Augenblick. Das nicht wertende und absichtslose Gewahrsein im Hier und Jetzt, ohne an Gedanken, Empfindungen oder Gefühlen zu haften ist alles was existiert. Ziel ist die transzendente spirituelle Erfahrung – wobei die Auflösung der Dualität und die Befreiung des Selbst parallel einhergehen sollen. Vipassana und Zazen sind die bekanntesten passiven Meditationen.

 

  • Konzentrationsmeditation:

Bei der Samatha-Meditation (auch Geistesruhe-Meditation) konzentriert man sich auf ein einziges Objekt (auf den Atem, ein Chakra, ein Bild vor dem geistigen Auge, einen Gedanken, ein Wort oder ein Mantra). Dadurch wird der alltägliche Gedankenfluss gestillt und es kehrt Ruhe im Geist ein. Oft wird die Samatha-Meditation als Vorübung für die Vipassana-Meditation verwendet.

(Ruolf Steiner (1861-1925) erwähnt in seiner begründeten Anthroposophie verschiedene Arten der Meditation als Selbstvertiefung und -verstärkung des Denkens, die in den Bereich der Konzentrationsmeditation fallen.)

 

  • Transzendentale Meditation (TM):

Hier haben wir einen etwas jüngeren Kandidaten, die Transzendentale Meditation ist erst seit Ende der 1950er Jahre weltweit bekannt. Laut den Vermittlern dieser Meditationstechnik ist die TM mit allen religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen vereinbar. Als Hilfsmittel der Technik wird ein Wort oder ein Mantra ohne Anstrengung, ganz einfach und natürlich angewendet; ohne Verwendung der Konzentration oder der Kontemplation. Bei richtiger Anwendung erfahre der Meditierende neben erhöhter Wachheit auch gleichzeitig tiefe Stille. Man spricht bei fortgeschrittener Praxis von  dem „vierten Hauptbewusstseinszustand“, der gemeinsam mit den anderen (Wachsein, Traum und Tiefschlaf) einhergeht. Von täglichen 24 Stunden ruhevoller Wachheit ist die Rede. So entwickeln sich anscheinend höhere Bewusstseinszustände, die schließlich in die sinnlich erfahrene Einheit von Selbst und Welt („Einheitsbewusstsein“) münden.

 

Dass es nicht zu viel wird verlinke ich euch die letzte passive Meditationsübung.

Die Tafeln von Chartres: http://www.spirituelle-reisen.de/kurse/chartres-meditation

 

Aktive Übungen:

 

Zen-Buddhismus:

  • Kinhin (Gehmeditation):

bekannter Vertreter dieser Meditation: Thích Nhất Hạnh.

  • Sadō (oder Chadō) – der Weg der Teezeremonie:

wird auch Teeweg genannt – gemeinsames Teetrinken (extrem vereinfachte Beschreibung! die grobe Erklärung des Ablaufs auf Wikipedia ist über 1000 Wörter lang 😀 )

  • Shodō – der Weg der Schreibkunst:

Vergleichbar mit der Kalligraphie (Schönschreibkunst)

  • Kadō – der Weg des Blumenarrangements:

soll die Natur in den Lebensraum des Menschen bringen und die kosmische Ordnung darstellen (auch Ikebana genannt)

  • Suizen – das kunstvolle Spiel der Shakuhachi-Bambusflöte:

kleiner Einblick in den Klang der Flöte: https://www.youtube.com/watch?v=8UabRS9sBUU

  • Zengarten – die Kunst der Gartengestaltung:

die Gärten bestehen lediglich aus Kies, Steinen und Felsbrocken; mit Ausnahme von Moos werden keine Pflanzen verwendet – sowohl das Rechen als auch das Betrachten dieser Gärten ist Teil der Meditation

  • Kyūdō – die Kunst des Bogenschießens:

Bogenschießen gilt in vielen Ländern als Konzentrationssache – Hauptsportart von Bhutan

  • Budō – der Weg des Krieges:

Ausübung von Kampfkünsten – Budō ist ebenso der Oberbegriff aller japanischen Kampfkünste: Jiu, Jitsu, Judo, Karate, Aikidō, Shōrinji Kempō, Sumō, Kendō, Iaidō, Kyūdō, etc.

  • und natürlich auch die alltäglichen Verrichtungen: Samu (Abwasch, Reinigung, Gartenarbeiten,…)

 

Außerdem noch verbreitete Methoden:

 

  • Tantra:

hat die Wurzeln im Hinduismus und im Buddhismus – es ist die Lehre des Flusses der Kundalini / des Qi

  • Yoga:

besteht aus verschiedenen Körperhaltungen, Dehnübungen, Atemtechniken, Fasten, Balance, etc. – im Jnana Yoga wird Meditation als natürlicher Seinszustand angesehen und daher nicht praktiziert.

  • Tanz:

im Orient ist der Derwisch-Tanz im Sufismus, der islamischen Mystik, eine Vorbereitung für die Meditation – auch Kreistänze werden für Trancezustände getanzt – ebenso der sakrale Tanz

  • Musik und Rezitation:

da eh alles aus Schwingung besteht kann sie doch nicht schaden: in vielen Schulen werden rhythmische Klänge und Musik verwendet um die Meditation zu erleichtern – im Christentum haben wir den Chorgesang – gemeinsam gesprochene Gebete oder Mantras wirken ähnlich wie Instrumente – Kehlkopfgesang – Klangschalen und Zimmeln – Trommeln – jegliche Art von Rhythmus hat Auswirkungen auf uns

 

neuere fernöstliche Meditationsmethoden:

 

  • Dynamische Meditation
  • Kundalini-Meditation
  • Nadabrahma-Meditation
  • und die Nataraj-Meditation

 

 

So, ich denke es ist genug für heute. Vielleicht folgt in Zukunft noch ein Beitrag zur Meditationsforschung. Ich bedanke mich für´s Lesen und bin offen für Anmerkungen jeglicher Art 🙂

 

Niemals in der Welt hört Hass durch Hass auf. Hass hört durch Liebe auf.

-Buddha

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die Gefahren von Alkohol

Alkohol

Alkohol Löst Krisen Ohne Hass Oder Liebe

 

In Österreich sind um die 340.000 Menschen alkoholkrank und fast 735.000 ÖsterreicherInnen konsumieren regelmäßig Alkohol in einem gesundheitsschädlichen Ausmaß. Der getrunkene Alkohol verteilt sich gleichmäßig in den Gruppen:

  • 1/3 wird von den „Alkoholkranken“ getrunken
  • 1/3 von Menschen mit „problematischem Konsum“
  • 1/3 von Menschen mit „unbedenklichen Trinkverhalten“

[Stand, 2011]

Rund 10% aller Österreicher (14% Männer, 6% Frauen) werden im Zeitraum ihres Daseins alkoholkrank.

In Österreich und Deutschland liegt der der Durchschnittskonsum von reinem Alkohol pro Kopf/pro Jahr zwischen 12,8 und 13 Litern. Weltweit liegt er bei rund 6,4 Litern. Der EU-Durschnitt liegt bei ca 12,4 Litern pro Kopf/pro Jahr. Malta liegt in Europa mit 8 Litern ganz unten und Bosnien ist mit 56 Litern reinem Alkohol pro Kopf/pro Jahr König der Spitze – von diesen 56 Litern pro Kopf/pro Jahr sind 73% Schnaps, was umgerechnet 140 Litern entspricht! [European Union (Hg.): Alcohol in the European Union. Consumption, harm and policy approaches. Copenhagen, 2012.]

 

Alkohol ist das Genussmittel Nummer 1 in unserer Gesellschaft. Dass es trotz hohem Risiko legal ist, liegt wahrscheinlich daran, dass es in Europa immer schon getrunken wurde; ihr wisst schon, Tradition. Ich werde in diesem Beitrag hauptsächlich auf die Gefahren und Auswirkungen dieser Substanz eingehen. Die Statistik oben soll somit verdeutlichen wie viele Menschen sich, trotz dem hohen Risiko, von diesem Mittel berauschen lassen.

 

Bei jedem Menschen wirkt sich der Zustand im Rausch anders aus. Abhängig ist das von Größe, Gewicht, Körperbau, Verträglichkeit, Tagesverfassung, Toleranz, Gemüt, Menge des Konsums, etc. Jedoch lässt sich ein ungefähres Bild der Wirkung darstellen. In Promille gesehen sieht das ungefähr so aus:

 

  • Zustand der Wohlgestimmtheit (0,1 bis 1,0 Promille)
  • Rauschstadium (1,0 bis 2,0 Promille)
  • Betäubungsstadium (2,0 bis 3,0 Promille)
  • Lähmungsstadium (3,0 bis 5,0 Promille)

 

< 0,2 ‰ → enthemmende Wirkung mit Steigerung der Euphorie

0,5 ‰ → Reaktionsfähigkeit sinkt, besonders auf rote Signale, deutlich erhöhtes Risiko

1,0 ‰ → erschwerte Bewegungskoordination, Gleichgewichtsproblem und abgestumpfte Reflexe

1,5 ‰ → Selbstgespräche, Stottern und Schwanken

2,0 ‰ → Erbrechen, Hilflosigkeit, Kleinhirn (Motorik,…) wird überschwemmt

ab 2,5 ‰ → Störung von Atmung und Blutkreislauf, Koma, Lebensgefahr

über 4 ‰ → meist tödlich

 

Die Symptome der akuten Alkoholintoxikation (Wikipedia):
  • Enthemmung
  • Streitlust
  • Aggressivität
  • Affektlabilität
  • Aufmerksamkeitsstörung
  • Einschränkung der Urteilsfähigkeit
  • Beeinträchtigung der persönlichen Leistungsfähigkeit
  • Gangunsicherheit (Ataxie)
  • Standunsicherheit
  • verwaschene Sprache (Stottern, Lallen)
  • Nystagmus (Augenzittern)
  • Bewusstseinsminderung (Somnolenz, Koma,…)
  • Gesichtsröte
  • Bindehautrötung (konjunktivale Injektion)
  • auch möglich: niedriger Blutdruck, Unterkühlung und abgeschwächter Würgereflex

 

Bis jetzt wurden fast ausschließlich die akuten Einschränkungen des Alkoholrausches beschrieben. Nun kommen wir zu den längerfristigen Schäden von regelmäßigem Konsum in größeren Mengen.

 

  • Krebs: erhöhte Krebsgefahr für Rachen-, Speiseröhren-, Leber-, Dickdarm-, Mastdarm-, Brust- und Kehlkopfkrebs (2012 war Alkohol für ~5,8% aller Krebstode verantwortlich)

 

  • Leber: die Leber vergrößert sich durch das Abbauen des Gifts zur Fettleber, daraus kann sich eine Alkohol-Hepatitis oder eine Leberzirrhose entwickeln →  Krampfadern in der Speiseröhre

 

  • Bauchspeicheldrüse: kann sich akut oder chronisch entzünden (Pankreatitis)

 

  • Muskulatur: Skelettmuskulatur und Herzmuskel werden geschädigt / Muskelfasern zersetzen sich (Rhabdomyolyse) / Myopathie

 

  • Stoffwechsel: Gicht / hormonelle Störungen (Verweiblichung der Figur (Brust, Bauch))

 

  • Herz: Bluthochdruck, Herzmuskelerkrankungen, Herzrhythmusstörungen oder Anämie (Mangel an Folsäure und B12), erhöhtes Risiko für Schlaganfälle & Hirnblutungen

 

  • Alkohol in Verbindung mit ungesunder Ernährung oder TabakkonsumSpeiseröhrenentzündungen oder Magenschleimhautentzündungen (Gastritis), kann aber auch zu einer Schädigung des Sehnervs führen (Verlust der Sehschärfe)

 

  • Nervensystem: Zerstörung von Axone und Myelinscheiden im Gehirn, Resorptionsstörungen, Gedächtnislücken, Schwächen in Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis, Lernfähigkeit, räumlichem Vorstellungsvermögen, Zeitwahrnehmung und Problemlösung / soziale Störungen, alkoholischer Eifersuchtswahn, sexuelle Deviation, Demenzsyndrom, Deppressionen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall, Augeninfarkt, Glossitis (Zunge), Anämie, Hautrötungen, Ataxie, Dysarthrie, Tremor (zittern), Chroreoathetose, Gangataxie (Gehstörungen), Polyneuropathie, Krampfanfälle, Vigilanzstörungen, Spastik, Schädigungen des Rückenmarks, Verwirrtheit, Halluzinationen, Apathie und noch weitere psychische/psychotische Erkrankungen.

 

Es bedeutet auf keinen Fall, dass all diese Erkrankungen, Störungen und Symptome auftreten müssen. SIe können vorkommen. Wer, wie erkrankt hängt von Erbanlagen, Ernährung, Menge des Konsums, Körperbau und anderen Voraussetzungen ab. Es gäbe noch viel über dieses Thema zu schreiben, jedoch wollte ich mich rein auf die negativen Folgen, während und nach dem Alkoholrausch, fokussieren. Es soll verdeutlichen, dass die Schadensgrenze bei Alkohol schnell überschritten ist.

 

Hier noch eine kleine Graphik der Realität – man bedenke die Gesetzmäßigkeiten von legal und illegal:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6f/Drogen-schadenspotenzial-nutt-2010.svg/732px-Drogen-schadenspotenzial-nutt-2010.svg.png

Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6f/Drogen-schadenspotenzial-nutt-2010.svg/732px-Drogen-schadenspotenzial-nutt-2010.svg.png

 

Ich bedanke mich wie immer für´s Lesen, bin wie immer offen für Einwände und Kritik und wünsche wie immer einen wohltuenden Tag!
Peace 😉
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der Pfau

Der Pfau, das Nationaltier Indiens

Geht es um heilige Tiere in Indien, kommt in der Regel zuerst die Kuh zur Sprache. Tatsächlich
führen Hausrinder auf dem indischen Subkontinent ein unbehelligtes Dasein, denn die Hindus
betrachten Kühe als Verkörperung der Göttin Kamadhenu. Die rituelle Verehrung der Kühe geht so
weit, dass der Verkehr zum Stehen kommt, wenn eine Kuh die Straße überquert. In Indien gibt es
noch mehr die Tiere, die eine Verbindung zwischen den Göttern und den Menschen darstellen und
deshalb eine besondere Achtung genießen. Zu den in Indien verehrten tierischen Wesen zählt
auch der Pfau.

Der ursprünglich in Indien beheimatete „Blaue Pfau“ gehört zur Familie der Fasane und zur
Ordnung der Hühnervögel. Er symbolisiert Schönheit und Macht. Der Legende nach, war ein Pfau
das Reittier des vedischen Gottes Indra. Als der Sohn von Himmel und Erde gegen den
Dämonenkönig Rayana kämpfte, stand ihm sein Pfau treu zur Seite. Aus Dankbarkeit schenkt ihm
Indra ein prachtvolles Federkleid. Pfauen werden in Indien als Haustiere gehalten, geschlachtet
und gegessen. Der hinduistische Glaube schreibt jedoch einen stets respektvollen Umgang mit
dem Tier vor. Im Jahre 1963 erhielt der Pfau den Titel „Nationalvogel Indiens“.
Pfauenfedern gelten als begehrte Exportartikel. Die indische Regierung hat die Ausfuhr der Federn
kategorisch unterbunden, um den Bestand der Vögel im eigenen Land nicht zu gefährden.