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die Gefahren von Alkohol

Alkohol

Alkohol Löst Krisen Ohne Hass Oder Liebe

 

In Österreich sind um die 340.000 Menschen alkoholkrank und fast 735.000 ÖsterreicherInnen konsumieren regelmäßig Alkohol in einem gesundheitsschädlichen Ausmaß. Der getrunkene Alkohol verteilt sich gleichmäßig in den Gruppen:

  • 1/3 wird von den „Alkoholkranken“ getrunken
  • 1/3 von Menschen mit „problematischem Konsum“
  • 1/3 von Menschen mit „unbedenklichen Trinkverhalten“

[Stand, 2011]

Rund 10% aller Österreicher (14% Männer, 6% Frauen) werden im Zeitraum ihres Daseins alkoholkrank.

In Österreich und Deutschland liegt der der Durchschnittskonsum von reinem Alkohol pro Kopf/pro Jahr zwischen 12,8 und 13 Litern. Weltweit liegt er bei rund 6,4 Litern. Der EU-Durschnitt liegt bei ca 12,4 Litern pro Kopf/pro Jahr. Malta liegt in Europa mit 8 Litern ganz unten und Bosnien ist mit 56 Litern reinem Alkohol pro Kopf/pro Jahr König der Spitze – von diesen 56 Litern pro Kopf/pro Jahr sind 73% Schnaps, was umgerechnet 140 Litern entspricht! [European Union (Hg.): Alcohol in the European Union. Consumption, harm and policy approaches. Copenhagen, 2012.]

 

Alkohol ist das Genussmittel Nummer 1 in unserer Gesellschaft. Dass es trotz hohem Risiko legal ist, liegt wahrscheinlich daran, dass es in Europa immer schon getrunken wurde; ihr wisst schon, Tradition. Ich werde in diesem Beitrag hauptsächlich auf die Gefahren und Auswirkungen dieser Substanz eingehen. Die Statistik oben soll somit verdeutlichen wie viele Menschen sich, trotz dem hohen Risiko, von diesem Mittel berauschen lassen.

 

Bei jedem Menschen wirkt sich der Zustand im Rausch anders aus. Abhängig ist das von Größe, Gewicht, Körperbau, Verträglichkeit, Tagesverfassung, Toleranz, Gemüt, Menge des Konsums, etc. Jedoch lässt sich ein ungefähres Bild der Wirkung darstellen. In Promille gesehen sieht das ungefähr so aus:

 

  • Zustand der Wohlgestimmtheit (0,1 bis 1,0 Promille)
  • Rauschstadium (1,0 bis 2,0 Promille)
  • Betäubungsstadium (2,0 bis 3,0 Promille)
  • Lähmungsstadium (3,0 bis 5,0 Promille)

 

< 0,2 ‰ → enthemmende Wirkung mit Steigerung der Euphorie

0,5 ‰ → Reaktionsfähigkeit sinkt, besonders auf rote Signale, deutlich erhöhtes Risiko

1,0 ‰ → erschwerte Bewegungskoordination, Gleichgewichtsproblem und abgestumpfte Reflexe

1,5 ‰ → Selbstgespräche, Stottern und Schwanken

2,0 ‰ → Erbrechen, Hilflosigkeit, Kleinhirn (Motorik,…) wird überschwemmt

ab 2,5 ‰ → Störung von Atmung und Blutkreislauf, Koma, Lebensgefahr

über 4 ‰ → meist tödlich

 

Die Symptome der akuten Alkoholintoxikation (Wikipedia):
  • Enthemmung
  • Streitlust
  • Aggressivität
  • Affektlabilität
  • Aufmerksamkeitsstörung
  • Einschränkung der Urteilsfähigkeit
  • Beeinträchtigung der persönlichen Leistungsfähigkeit
  • Gangunsicherheit (Ataxie)
  • Standunsicherheit
  • verwaschene Sprache (Stottern, Lallen)
  • Nystagmus (Augenzittern)
  • Bewusstseinsminderung (Somnolenz, Koma,…)
  • Gesichtsröte
  • Bindehautrötung (konjunktivale Injektion)
  • auch möglich: niedriger Blutdruck, Unterkühlung und abgeschwächter Würgereflex

 

Bis jetzt wurden fast ausschließlich die akuten Einschränkungen des Alkoholrausches beschrieben. Nun kommen wir zu den längerfristigen Schäden von regelmäßigem Konsum in größeren Mengen.

 

  • Krebs: erhöhte Krebsgefahr für Rachen-, Speiseröhren-, Leber-, Dickdarm-, Mastdarm-, Brust- und Kehlkopfkrebs (2012 war Alkohol für ~5,8% aller Krebstode verantwortlich)

 

  • Leber: die Leber vergrößert sich durch das Abbauen des Gifts zur Fettleber, daraus kann sich eine Alkohol-Hepatitis oder eine Leberzirrhose entwickeln →  Krampfadern in der Speiseröhre

 

  • Bauchspeicheldrüse: kann sich akut oder chronisch entzünden (Pankreatitis)

 

  • Muskulatur: Skelettmuskulatur und Herzmuskel werden geschädigt / Muskelfasern zersetzen sich (Rhabdomyolyse) / Myopathie

 

  • Stoffwechsel: Gicht / hormonelle Störungen (Verweiblichung der Figur (Brust, Bauch))

 

  • Herz: Bluthochdruck, Herzmuskelerkrankungen, Herzrhythmusstörungen oder Anämie (Mangel an Folsäure und B12), erhöhtes Risiko für Schlaganfälle & Hirnblutungen

 

  • Alkohol in Verbindung mit ungesunder Ernährung oder TabakkonsumSpeiseröhrenentzündungen oder Magenschleimhautentzündungen (Gastritis), kann aber auch zu einer Schädigung des Sehnervs führen (Verlust der Sehschärfe)

 

  • Nervensystem: Zerstörung von Axone und Myelinscheiden im Gehirn, Resorptionsstörungen, Gedächtnislücken, Schwächen in Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis, Lernfähigkeit, räumlichem Vorstellungsvermögen, Zeitwahrnehmung und Problemlösung / soziale Störungen, alkoholischer Eifersuchtswahn, sexuelle Deviation, Demenzsyndrom, Deppressionen, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Durchfall, Augeninfarkt, Glossitis (Zunge), Anämie, Hautrötungen, Ataxie, Dysarthrie, Tremor (zittern), Chroreoathetose, Gangataxie (Gehstörungen), Polyneuropathie, Krampfanfälle, Vigilanzstörungen, Spastik, Schädigungen des Rückenmarks, Verwirrtheit, Halluzinationen, Apathie und noch weitere psychische/psychotische Erkrankungen.

 

Es bedeutet auf keinen Fall, dass all diese Erkrankungen, Störungen und Symptome auftreten müssen. SIe können vorkommen. Wer, wie erkrankt hängt von Erbanlagen, Ernährung, Menge des Konsums, Körperbau und anderen Voraussetzungen ab. Es gäbe noch viel über dieses Thema zu schreiben, jedoch wollte ich mich rein auf die negativen Folgen, während und nach dem Alkoholrausch, fokussieren. Es soll verdeutlichen, dass die Schadensgrenze bei Alkohol schnell überschritten ist.

 

Hier noch eine kleine Graphik der Realität – man bedenke die Gesetzmäßigkeiten von legal und illegal:

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6f/Drogen-schadenspotenzial-nutt-2010.svg/732px-Drogen-schadenspotenzial-nutt-2010.svg.png

Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/6f/Drogen-schadenspotenzial-nutt-2010.svg/732px-Drogen-schadenspotenzial-nutt-2010.svg.png

 

Ich bedanke mich wie immer für´s Lesen, bin wie immer offen für Einwände und Kritik und wünsche wie immer einen wohltuenden Tag!
Peace 😉

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