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der Pfau

Der Pfau, das Nationaltier Indiens

Geht es um heilige Tiere in Indien, kommt in der Regel zuerst die Kuh zur Sprache. Tatsächlich
führen Hausrinder auf dem indischen Subkontinent ein unbehelligtes Dasein, denn die Hindus
betrachten Kühe als Verkörperung der Göttin Kamadhenu. Die rituelle Verehrung der Kühe geht so
weit, dass der Verkehr zum Stehen kommt, wenn eine Kuh die Straße überquert. In Indien gibt es
noch mehr die Tiere, die eine Verbindung zwischen den Göttern und den Menschen darstellen und
deshalb eine besondere Achtung genießen. Zu den in Indien verehrten tierischen Wesen zählt
auch der Pfau.

Der ursprünglich in Indien beheimatete „Blaue Pfau“ gehört zur Familie der Fasane und zur
Ordnung der Hühnervögel. Er symbolisiert Schönheit und Macht. Der Legende nach, war ein Pfau
das Reittier des vedischen Gottes Indra. Als der Sohn von Himmel und Erde gegen den
Dämonenkönig Rayana kämpfte, stand ihm sein Pfau treu zur Seite. Aus Dankbarkeit schenkt ihm
Indra ein prachtvolles Federkleid. Pfauen werden in Indien als Haustiere gehalten, geschlachtet
und gegessen. Der hinduistische Glaube schreibt jedoch einen stets respektvollen Umgang mit
dem Tier vor. Im Jahre 1963 erhielt der Pfau den Titel „Nationalvogel Indiens“.
Pfauenfedern gelten als begehrte Exportartikel. Die indische Regierung hat die Ausfuhr der Federn
kategorisch unterbunden, um den Bestand der Vögel im eigenen Land nicht zu gefährden.

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