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Indische Mythologie

Indische Mythologie

Indien, der Staat in Südasien, der im Norden an den Himalaya und im Süden an den Indischen Ozean angrenzt, steht hinsichtlich seiner Bevölkerungsdichte von allen Ländern der Erde an zweiter Stelle. Die Mythologie dieses Landes orientiert sich in erster Linie am Hinduismus. Diese Religion basiert auf den Anschauungsweisen der frühen Arier, die sich aus wissenschaftlicher Sicht vor etwa 4000 Jahren aus der Gegend des Urals kommend in mehreren Wellen auf dem indischen Kontinent ausbreiteten. Etwa 80% der indischen Bevölkerung sind Hindus, 12% Mohammedaner und 3% Christen. Der Rest gehört dem Sikhismus, Buddhismus, Jainismus und anderen Glaubensrichtungen an.

Der Hinduismus

Im Hinduismus gibt es weder einen Religionsstifter noch allgemeingültige Dogmen. Religiöse Texte, die Veden, wurden zunächst nur mündlich von den Brahmanen weitergegeben. Schriftliche Aufzeichnungen erfolgten erst viel später. Die Religion mit etwa 900 Millionen Anhängern unterteilt sich in diverse Untergruppen, die nur wenige gemeinsame Grundlagen kennen. Zentrale Themen sind die göttliche Kraft Brahma, die Lehre des Karmas und der immerwährende Zyklus des Seins. Es gab im Laufe der Jahrhunderte einige Veränderungen innerhalb der indischen Götterwelt. Die von Himmel und Erde abstammenden, vedischen Gottheiten Indra, Agni und Varuna gerieten durch Shiva, Vishnu und Krishna immer mehr in den Hintergrund. Im Prinzip ist Hinduismus nicht nur eine Religion, sondern auch Philosophie und Lebensart.