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Gedanken über Ego, Gesellschaft und Schule

Wieso klammert sich der Mensch an materielle Dinge? Wenn wir von dieser Welt gehen sind wir nackt, alleine und haben rein garnichts mehr. Wir können nichts mitnehmen. Wieso also die Lust nach all den schönen Dingen die man kaufen kann?

Viele Menschen identifizieren sich mit ihrem Besitz. Sie glauben sie seien mehr wert wenn sie mehr haben. Versuchen durch ihr neues Auto beim Nachbarn Neid zu erwecken. Wollen durch ihren Schmuck oder ihren neuen Rolexuhren Ansehen erregen. Oder denken sie wären stärker nur durch größere Muskeln. Aber wieso? Ich glaube für dieses Verhalten ist das gute alte Ego schuld. Es ist die Stimme in unserem Kopf, die uns vorgaukelt unser Ich/wir selbst zu sein. Eckhart Tolle beschreibt das Ego als die Fehlfunktion des Menschen. Nur macht der Mensch nicht wirklich einen Fehler, wenn er egoistisch handelt, da es ja von Anfang an in uns sitzt. Aber tut es das wirklich? Wenn jeder Mensch ein Ego besitzt, dann muss es fast angeboren sein (oder zumindest entwickelt es jeder). Die Auflösung, oder besser gesagt, die Kontrolle über das Ego, ist eine schwere, lebenslange Aufgabe. Nicht jeder Mensch erkennt diesen inneren Bösewicht oder innere Bösewichtin. Es gibt und gab genügend Egositen die sich bis zu ihrem Ende mit ihrem Aussehen, Titel und/oder Reichtum identifizierten. Wichtig zu erwähnen sei hierbei, dass alles von alleine kommt. Man sollte nicht missionarisch sein und den Leuten, die nach außen sichtlich egoistisch erscheinen, aufzwängen sie sollten sich ändern. Das bringt großteils nichts und kostet nur Kraft. Man muss selber draufkommen. Nur durch eigenes Interesse kann man etwas wirklich lernen. (*hust* Schule *hust*)

Wie löst man sich nun von der autoritären Kraft? Es gibt einige Methoden die dir dabei helfen dein Ego zu reduzieren.

  • Hingabe (in der Liebe)
  • Meditation (man erkennt die Bewusstheit hinter den Gedanken und Gefühlen)
  • Nahtoderfahrungen (hervorgerufen durch holotropes Atmen,  psychedelische Substanzen wie Ayahuasca oder wegen wirklichen (physischen) Nahtoderfahrungen durch Unfälle oder Ähnlichem)
  • Schicksalschläge (ein stinkreicher Mann verspielt sich im Casino oder verliert an der Börse und ist plötzlich pleite oder hat Schulden; er kann sich nichts mehr leisten und sitzt mehr oder weniger auf der Straße. Er erkennt wie es ist wenn man „nichts“ mehr hat (materiell gesehen) und wird, falls er jemals wieder an mehr Geld kommen sollte, verstehen wie es ist wenn man nicht im Überfluss lebt. Und wer weiß, vielleicht wird er sich im Konsum oder im „Ich-bin-als-erstes-an-der-Reihe-Verhalten“ zurückhalten)
  • soziale Arbeit (wenn du dich lange Zeit um das Wohlbefinden anderer Menschen kümmerst, sei es als Arzt, Krankenpfleger, Betreuerin von Beeinträchtigten, Kindergärtnerin, etc. wirst du merken, dass die höchste spirituelle Aufgabe im Leben das Dienen ist; wenn jeder Mensch diese Erkenntnis besitzen würde, wäre unser Planet ein weitaus friedlicherer Ort)
  • es gibt sicher noch andere Erfahrungen und Erkenntnisse die Auslöser für die Egominimierung sind.

Aber wie kommen wir zu diesem Ziel der Gemeinsamkeit? Unsere Gesellschaft, geprägt durch Kapitalismus, Materialismus und Konsumismus, ist versäucht vom Konkurrenzdenken. Jeder schaut nur auf sich. Es muss nur mir gut gehen. (Beispiel: Flüchtlingskrise) Dass das Konkurrenzdenken so ausgeprägt ist, ist kein Zufall. Was lernen wir in der Schule? Wie man am schnellsten zu was kommt, alleine! Hat jemals wer einen Gruppentest geschrieben? Haben wir jemals veruscht gemeinsam ein Problem zu lösen? Hat sich jemals wer über die Trennwände gewundert? Trenn-Wände, eine Wand die uns trennt. Wir werden benotet, bewertet. Jeder alleine. Für sein „Wissen und Können“ (wohl eher für die Fähigkeit viel zu viel Stoff in viel zu kurzer Zeit über viel zu viele Jahre hinweg auswendig zu lernen und nach den Tests und Schularbeiten wieder zu vergessen). Gratuliere! Wenn du in einem einzigen Fach zu „schlecht“ bist, kann es sein, dass du deswegen die ganze Schule nicht schaffst. Wir werden von 1 bis 5 benotet! Was man in einem Schuljahr „leistet“, kann nicht mit einer einzigen Ziffer benotet werden! Das sagt genau NICHTS aus. Aber hey, es ist ja immerhin gratis und darum lass ich es mir gefallen. Die Lehrer die mich klein machen wie beim Militär sind kein Problem und den Stoff den die Regierung wählt, finde ich höchst interessant. Immerhin lernt man in jedem Fach wie man einmal glücklich wird 🙂 (Bitte Vorischt! Ironie!)

Sorry für die kleine Abschweifung in das Bildungssystem, doch dank dieser Art mich auszudrücken therapiere ich mich selbst…

Zu diesem Beitrag gibt es keine Quellen, außer dem Duden, für ein paar Definitionen. Bitte nichts als absolut ansehen, das Geschriebene ist, wie vor einiger Zeit bereits erwähnt, die Meinung eines 18-Jährigen. Für Ergänzungen und Kritik bin ich offen. Ich bedanke mich für´s Lesen und wünsche einen sonnigen Tag! 😉 Peace!