Bob Marley – Musiker, Legende, Mensch

Robert Nesta Marley wurde am 6. Februar 1945 in Nine Miles, einem kleinen Dorf in Jamaika geboren. Seine Mutter Cedella Marley Booker, war eine dunkelhäutige, junge Frau (18 Jahre alt), als sie Bob zur Welt brachte. Sein weißer Vater, Norval Sinclair Marley, ein britischer Offizier hingegen, war bei Bobs Geburt schon 60. Die Hochzeit von seinen Eltern führte zu Norvals Entlassung aus der britischen Armee. Norval, der auch „Captain“ genannt wurde, hatte anscheinend nur eine kurze Beziehung mit Cedella. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum Bobby in seinem Leben nur selten von ihm sprach. Seine Kindheit verbrachte er in einem kleinen jamaikanischen Ort, Rhoden Hall. Mit zwölf Jahren zog er mit seiner Mutter nach Trenchtown, einem Stadtteil von Kingston wo er dann auch in die Schule ging. Jedoch nicht lange. Mit 16 Jahren schmiss Bob die Schule und wollte Musiker werden. Seine Mutter wollte aber nicht, dass er nur daheim sitzt und Lieder schreibt, daher wurde er auf ihren Wunsch Mechaniker. Jedoch auch nicht so lange. Nach einigen Jahren in einer Fahrradreperaturwerkstatt kündigte er und gab sich voll und ganz seiner Musik hin.

Mit 21 Jahren heiratete Bobby die Kubanerin Rita Anderson. Seine Mutter lebte zu der Zeit gerade in den USA, welche er am Tag nach seiner Hochzeit auch besuchte. Er blieb einige Zeit in Amerika und arbeitete dort um seine Musikkarriere besser finanzieren zu können. Doch in Amerika fehlten ihm die Rasta-Vibes, weshalb er wieder nach Jamaika zog. Zurück in seiner Heimat zeugte er mit Rita vier Kinder, welche später gemeinsam eine Reggaeband hatten, Ziggy Marley and the Melody Makers.

Bob Marley war Rasta. Rastas sind Angehörige der Rastafari. Rastafari oder Rastafarianismus ist eine Glaubensrichtung, welche in den 1930er Jahren aus dem Christentum entsprungen ist. Die Rastas berufen sich auf die Bibel, sind gegen die westliche Weltanschauung (Babylon, Babylon-System), kämpfen für die Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung und hoffen auf die künftige Heimkehr nach Afrika. Sehr viele von ihnen tragen Dreadlocks, mit ihnen sehen sie ähnlich wie Löwen mit Mähne aus. Das Motto lautet hier ungefähr: Warum abschneiden? Was wachsen will, soll wachsen. Bob hatte natürlich auch Dreads.

Interviewer: How important are the dreadlocks?

Bob Marley: (nimmt ein paar Dreads in die Hand) This? This is my identity, mon.

Die spirituellen und mystischen Ansichten der Rastafari wirketn sich stark auf seine Musik aus.

In Jamaika war das Leben kein Luxus. Wenig Essen, Gewalt, Armut,… Viele von den Betroffenen flüchteten in die Musik, wo sie sich mit ihren Liedern und ihren gemeinsamen Jam-Sessions eine friedliche, glückliche Welt schafften. Bob war ein Fan von den amerikanischen Musikrichtungen Country, Pop, Soul und Rock. Durch sein offenes Herz für diese Musik lernte er Bunny Wailer und einige Zeit später Peter Tosh kennen, mit denen er gemeinsam die Band „The Wailing Wailers“ führte. Die Band hatte viele Änderungen im Namen, als auch unter den Mitgliedern. Anfang der 60er gründeten Franklin Delano, Alexander Braithwaite und Bob Marley, gemeinsam mit den Backgroundsängerinnen Beverley Kelso und Cherry Smith die Band „The Teenagers“. Kurz darauf änderten sie ihren Namen auf „The Wailing Rudeboys“. 1963 kamen die vorhin erwähnten Musiker Bunny Wailer und Peter Tosh dazu und sie nannten sich „The (Wailing) Wailers“. Die Musik die sie spielten war „Ska“, eine schnelle und gut tanbare Musikgenre. Nach dem Zusammentreffen mit dem Musiker und Produzenten Lee Perry entstand der „Reggae“.

Bunny Wailer und Peter Tosh waren von 1963 weg immer mit Bob Marley in der Band, bis sie 1974 eine Solokarriere starteten. Bob blieb weiterhin in der Band (wieder mit neuen Musikern) und startete nebenbei ebenfalls eine Solokarriere.

Bob Marley legte viel Wert auf den Inhalt seiner Musik. Großteils sang er über Frieden, Freiheit, Liebe und Glück. Am meisten lag ihm am Herzen, dass sich alle Menschen verstehen, egal ob Schwarz oder Weiß, ob Christ oder Jude. Er schrieb auch Liebeslieder, aber grosßteils ging es um Politik, Spiritualität oder sozialkritische Inhalte.

Sein Leben war ihm nie so wichtig wie das der Masse. Das führte (gemeinsam mit seiner Rastaeinstellung) auch zu seiner schweren Krankheit. Bob spielte liebend gern Fußball. Und 1977 verletzte er sich dabei an seinem großen Zeh. Ein Arzt meinte, man müsse von der Hüfte weg das ganze Bein amputieren, ein anderer meinte, man müsse nur den Zeh entfernen und wieder ein anderer meinte, man müsse nur das Nagelbett entfernen. Da Bobby sicher nicht freiwillig sein Bein oder seinen Zeh abgeben würde, lies er sich nur das Nagelbett entfernen. Nicht mehr Fußball spielen oder tanzen zu können wäre für ihn gar nicht in Frage gekommen. Nach dieser Operation lies er sich nie weider untersuchen. Eines Tages, 1980 in New York, er stand kurz vor dem Durchbruch in den USA, kippte er beim Joggen um. Sie brachten ihn zu einem Arzt, welcher einen Tumorbefall in Leber, Lunge und Gehirn diagnostizierte. Fast unheilbar. Bob wandte sich an einen deutschen Arzt, der in Bayern eine Klinik für hoffnungslose Krebspatienten führte. Er lies sich „Berhane Selassie“ taufen. Natürlich wegen „Haile Selassie“, welcher von den Rastafaris als wiedergekehrter Messias galt. Während der Chemotherapie verlor Bobby sein wichtigstes Stückchen Materie, seine Dreadlocks. Nie sah ihn jemand mit Glatze, er trug nur mehr Kopfbedeckungen.

Als er von dem deutschen Arzt erfuhr, dass keine Überlebenschance für ihn bestünde, wollte Marley zum Sterben nach Jamaika fliegen. Am 11. Mai, beim Zwischenstopp in Florida, war er bereits so schwach, dass er in ein Krankenhaus gebracht wurde, wo er gegen halb 12 Mittag verstarb.

Sein Sarg wurde von Kingston nach Nine Miles, seinem Heimatsort, geliefert. Gemeinsam mit einer Bibel, seiner roten Gibson-Gitarre, einem Marijuanazweig und einem Ring von Haile Selassie wurde er in einem Mausoleum verewigt.

Gestorben, jedoch nicht vergessen. Bob Marley war wahrscheinlich der bekannteste Reggaemusiker der je lebte und wird hoffentlich in weiterhin mit seiner Musik für gute Stimmung sorgen. Und vielleicht wird die Menschheit doch noch irgendwann begreifen, dass es viel einfacher ist, wenn wir zusammenhalten und uns lieben würden. Mögest du in Frieden ruhen.

R.I.P.

 

One good thing about music, when it hits you, you feel no pain.

 

Some people feel the rain. Others just get wet.

 

None but ourselves can free our minds.

 

love the life you live.
live the life you love.

 

Don’t Gain The World & Lose Your Soul, Wisdom Is Better Than Silver Or Gold.

 

Better to die fighting for freedom then be a prisoner all the days of your life.

 

The good times of today are the sad thoughts of tomorrow.

 

Herb is the healing of a nation, alcohol is the destruction.

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