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Wissenschaft

Gibt es die Objektivität?

Wir Menschen nehmen wahr. Die Wahrnehmung verläuft über die 5 Sinne. Dem Sehen, dem Hören, dem Riechen, dem Schmecken und dem Fühlen. Jeder Sinn hat ein dazugehöriges Sinnesorgan: Die Augen, die Ohren, die Nase, der Mund und die Haut. Mit diesen Organen nehmen wir wiederum die Sinnesobjekte auf: Licht, Geräusche, Gerüche, Geschmäcker und Berührungen. Das Bewusstsein spielt hier eine große Rolle: Der Geist würde ohne die Sinne nichts von der Außenwelt mitbekommen, also sind die Sinne die Schnittstelle zwischen Geist und Körper.

BEWUSST-SEIN -> bewusst = Wissen (geistige Welt) // Sein = existieren (materielle Welt)

Nun erschließt sich die Frage: nehmen alle Menschen gleich wahr? Mit dieser Frage beschäftigen sich schon seit langer Zeit Philosophen, Wissenschaftler und Denker. Wenn alle Menschen mit den gleichen Sinnesorganen ausgestattet sind, dann müssten doch alle das gleiche erleben oder? Hier stößt die Vorstellungskraft an ihre Grenzen; zumindest bei manchen. Angenommen zwei Personen (ohne jeglichen Schädigungen der Sinne) erleben die gleiche Situation, nur als Beispiel, weil ich es gerade beim Blick aus dem Fenster sehe: Zwei Kindergartenkinder sitzen in einem Loch in der Gartenhecke und betrachten die Pflanzenwelt mehr oder weniger von innen. Pflanzen sind bekanntlich grün (weil der Mensch sie so benannt hat), sehen beide Kinder nun die Pflanze grün oder ist für den einen das Grün anders wie für den anderen. Wenn sie wissen, dass das was sie sehen grün ist, entspringt ihr Wissen aus der Intersubjektivität. Ob es wirklich grün ist weiß niemand. Wir können die Objektivität nicht erfassen, weil wie sollten wir sie wahrnehmen?

Jeder Mensch erlebt die Außenwelt nur in Verbindung mit seiner Innenwelt. Wenn der liebe Siddhartha Gautama (Buddha) diesen Text lesen würde, würde er wahrscheinlich behaupten, dass der Mensch die wahre Natur aller Dinge dann erkennt, wenn das Bewusstsein still wird und der Verstand sich zurückhält oder ganz abschaltet. Der Verstand wir auch mit dem Denken gleichgesetzt. Sprich, wenn wir uns über unser Erlebtes keine Gedanken machen, dann erleben wir es so wie es ist. Buddha hat nicht unrecht, aber dies hat er auch nur aus eigener Erkenntnis erlangt, also spielt die Subjektivität erst wieder eine Rolle. Er schrieb nie etwas auf, also sind dies alles nur übermittelte Schriften von Personen die in der Nähe Buddhas waren. Wer weiß, vielleicht ist das sogenannte Erwachtsein (Buddha = Erwachter) der Zustand der Objektivität. Um das zu erfahren müsste man wohl lange in Ruhe sitzen. Ich glaube wir sind in einem Kreislauf gefangen, vielleicht werden wir irgendwann die Antwort auf unsere Fragen erlangen und bis dahin, sollten wir so viel Freude am Leben haben wie möglich 🙂

ANMERKUNG: die Quelle dieses Textes ist hauptsächlich meine innere, subjektive Gedankenwelt; also bitte nicht als wissenschaftliche Aussage auffassen sondern als Meinung eines 18-Jährigen der sich gerne mit solchen Themen auseinandersetzt. Danke für´s Lesen und einen angenehmen Tag noch. Namasté ॐ

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